Storify wird eingestellt – und löscht alle Daten

Storify wird genutzt, um Diskussionen in sozialen Netzwerken abzubilden. Das ist nun vorbei: 2018 wird das Netzwerk abgeschaltet. Was Nutzer jetzt wissen müssen.
Diskussionen in sozialen Netzwerken haben einen entscheidenden Nachteil: Es ist fast unmöglich, sie in voller Gänze zu verfolgen. Zwar helfen Hashtags dabei, Tweets oder Beiträge zu bestimmten Schlagworten zu finden. Aber wenn diese gekapert werden – was durchaus vorkommt –, wird es mit einem Überblick schwierig. An dieser Stelle setzt Storify an: Auf der Plattform können Nutzer Tweets und Beiträge aus anderen sozialen Medien einbinden und dadurch Diskussionen abbilden, von ernsten Themen wie #Aufschrei bis hin zu witzigen Aktionen wie #MayTheFourthBeWithYou. Gerade Medien nutzen das Portal gerne.
Storytelling-Plattform Storify wird eingestellt
Doch damit ist es bald vorbei: Storify wird zum 16. Mai 2018 abgeschaltet, wie es auf der Website heißt. Bis zum 1. Mai können Nutzer die Storytelling-Plattform zwar noch verwenden. Aber zum Stichtag zwei Wochen später werden alle Inhalte gelöscht. Neue Konten lassen sich schon jetzt nicht mehr einrichten. Wer Interesse daran habe, ein ähnliches Feature wie Storify zu nutzen, könne auf das Livefyre-Tool Storify 2 zurückgreifen, schreiben die Storify-Macher auf der Website.
Wer seine Daten und Geschichten behalten will, kann sie aus dem Portal in verschiedenen Formaten exportieren. Auch ein Speichern als HTML-Datei ist möglich. Trotzdem dürften viele Inhalte verloren gehen, wie das Blog Schmalenstroer herausstellt: „Selbst wenn [die Nutzer] es machen und die Daten als HTML-Datei auf der eigenen Festplatte speichern, werden diese wohl nur noch selten wieder ins Internet gestellt werden.“
Storify wurde im Jahr 2009 von Burt Herman und Xavier Damman gegründet. Das Unternehmen erhielt mehr als zwei Millionen US-Dollar an Finanzierungen und wurde 2013 von Livefyre übernommen. Nach der Akquisition hieß es, dass Storify als eigene Plattform erhalten bleiben solle. Dieses Versprechen wird nun doch nicht eingehalten.
Mehr zum Thema Storytelling:

Brand-Storytelling: Warum Marken eine Geschichte erzählen müssen
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