Venezuelas Präsident Nicolás Maduro: "Geh nach Hause, Donald Trump"

Präsident Nicolás Maduro hat Donald Trump vorgeworfen, er würde sich in die Angelegenheiten Venezuelas einmischen
Maduro unterstellte den USA, sie wollten einen Putsch im südamerikanischen Land herbeiführen
Man wisse sich schon gegen die USA zu wehren

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Worten vor einer Einmischung in den Machtkampf im Land mit den größten Ölreserven der Welt gewarnt. Er solle seine "schmutzigen Hände" von Venezuela lassen, sagte Maduro in Caracas.

"Geh nach Hause, Donald Trump", gab der Sozialist seinem US-Kollegen mit auf den Weg. Am Vortag hatte Trump bei einem Treffen mit Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos über die Lage in Venezuela gesagt: "Es ist ein sehr, sehr furchtbares Problem".

Bei Protesten starben seit April 48 Menschen, es kam zu rund 2000 Festnahmen. Maduro ließ 500.000 Milizangehörige mit Gewehren ausrüsten.

"Marionetten und Schafe der schändlichen Regierung"

Er unterstellt den USA, einen Putsch zu unterstützen. Das Militär wurde mit Sondervollmachten ausgestattet. Er warf der Opposition, die zuletzt gezielt die Nähe zur US-Regierung suchte, vor, sie seien "Marionetten und Schafe der schändlichen Regierung der Vereinigten Staaten".

Im Gegensatz zu Mexiko, das sich nicht gegen Trump zu verteidigen wisse, werde Venezuela sich sehr wohl wehren.

Trumps Wahl ließ zuerst Hoffnung keimen

Die USA sind trotz aller Spannungen mit den seit 1999 in Caracas regierenden Sozialisten der wichtigste Abnehmer von Erdöl aus dem Land. Als Trump gewählt wurde, äußerte Maduro zunächst - ähnlich wie Russlands Präsident Wladimir Putin - die Hoffnung auf ein Tauwetter.

Doch dann verhängte die US-Regierung Mitte Februar Finanzsanktionen gegen Vizepräsident Tareck El Aissami wegen einer angeblichen Verstrickung in den Kokainhandel.

Zudem traf sich Trump mit Lilian Tintori, Ehefrau des inhaftierten Oppositionsführers Leopoldo López.

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