Was wir von Queen Elizabeth lernen können

Was Marken von dem royalen Blick auf die Marke »Queen« lernen können

Letzten Monat war es soweit: Queen II hatte Geburtstag und hat dabei ordentlich die Champagner-Korken knallen lassen - naja, vielleicht nicht ganz, aber zumindest geht man von ziemlich exklusiven Feierlichkeiten aus. Nicht nur das britische Königshaus, wohl auch der Mensch, der hinter der Marke »Queen« steckt, macht mächtig Eindruck. Doch woran liegt das?

Marke sein von Geburt an
Kann es sein, dass man als zukünftig oberstes Mitglied des Königshauses einfach von Geburt an Marke ist? Immerhin gibt es heute Unmengen an Tassen, Shirts, Accessoires, Veranstaltungen und vieles mehr, was die Marke »britisches Königshaus« und eben auch die Queen II oder Prinz William mit Herzogin Kate in die Welt trägt. Klar, das trägt definitiv dazu bei, die Marke zu fördern, aber die Substanz der Marke war bereits da.

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Produktmarken sind nicht die einzigen Marken
Nicht nur Produkte können Marke werden und sein, sondern Personen eben auch - eine Tatsache, die zu gern vergessen oder ignoriert wird. Denn uns allen begegnen immer wieder Menschen, die es zur Marke geschafft haben: ob aus dem Sport, dem Showbiz, aus ganz »alltagsnahen« Branchen wie Architektur und Medizin. Oder eben aus dem Königshaus. Ob nun persönlich oder medial.

Aber warum genau haben die das geschafft?
Na, das bei der Queen aufgrund ihrer Herkunft schon gut Vorarbeit geleistet wurde, ist nicht zu bezweifeln, denn Bekanntheit ist ihr in den Schoss gelegt und wurde im Verlauf ihres Lebens mehr oder weniger ausgebaut. Vor allem aber wird die Marke »Queen« durch ihre eigene, individuelle Persönlichkeit unterstützt, geprägt und erhalten.

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Die ist ganz schön eigen!
Denn die Queen hat so einiges an sich, was ihre Individualität wunderbar zeigt und damit Kanten und Ecken der eigenen Marke bildet, denn allein als Royal geboren werden, macht dann doch keine erfolgreiche, authentische und nachhaltige Marke aus. Um nur ein paar Eigenheiten zu nennen: Die weißen, perfekt gedrehten Locken sind dabei wohl das markanteste äußerliche Markenmerkmal der Queen. Die gibt es meist zusammen mit einer schwarzen Leder-Handtasche zu sehen. In der Vergangenheit - vor allem im Falle um den Tod von Prinzessin Diana - wurde der Queen sogar Emotionslosigkeit nachgesagt.
Das aber wurde ihr bis heute verziehen. Denn die Queen ist menschlich, mit all den Kleinigkeiten, die eben ihre Persönlichkeit ausmachen. Genau deshalb wirkt sie echt und damit authentisch.

So auch im Personal Branding
Und genauso passiert das auch im Personal Branding: Wenn Menschen es authentisch zur Marke geschafft haben, dann werden ihnen Fehler verziehen. Dann werden Eigenheiten gesehen und geschätzt, denn das gehört zur Person und es ist völlig in Ordnung, dass jeder seinen individuellen Charakter hat. So zum Beispiel der Handwerker, der zwar etwas chaotisch ist, aber super Arbeit abliefert. Genau das macht ihn aus und hält Menschen nicht davon ab, mit ihm zu arbeiten, denn das Ergebnis stimmt.

Doch warum leben so viele ihre Persönlichkeit nicht?
Da stellt sich doch die Frage, warum so wenige einfach sind, wer sie sind. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass Personen meist wie Produkte vermarktet werden: gemäß den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Zielgruppe. Das funktioniert bei Produkten, so aber nicht bei Menschen. Denn die müssen in erster Linie ihren eigenen Bedürfnissen gerecht werden, sonst können sie niemals authentisch und echt auf andere wirken. Und genau das ist der Schlüssel für Vertrauen - was wiederum die Voraussetzung für eine erfolgreiche geschäftliche und persönliche Beziehung ist.

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Das schafft Personal Branding
Im Personal Branding ist genau das der Ansatz: Der Mensch mit seinen Ecken und Kanten. Damit sind die besten Voraussetzungen geschaffen, um eine Marke zu werden, die erfolgreich und nachhaltig lebt, was sie ausmacht, was sie motiviert, was sie voranbringt. Und eben das scheint ein großer Teil der Marke »Queen« zu sein, denn sie hat durch ihre Geburt schon die besten Marken-Voraussetzungen bekommen, setzt dennoch auf Persönlichkeit und ist seither eine Marke, wie keine andere. Daher können Marken sich alle eine Scheibe von der Queen abschneiden.

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